Neue TV-Kampagne der UBS

Wie lange lassen wir uns noch belügen?
Die Schweizer Steuerzahler mussten die UBS bereits zweimal retten. Und der Grossbank fällt nichts Besseres ein als  im Fernsehen TV-Spots zu schalten, die mit leeren Worthülsen und grosspurigen Bildern um das arg angeschlagene Vertrauen der Kunden buhlen. Spätestens nach dem Fall Kweku Adoboli wissen wir, dass diese Spots reine Marketing-Lügen waren, ausgedacht von ebenfalls arg überbezahlten Werbefachleuten.

Versucht es doch mal mit Ehrlichkeit
Nachdem der UBS nun ja nochmals zwei Milliarden fehlen und somit ca. 7000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen, fühle ich mich genötigt einen konstruktiven Beitrag zur Verbesserung der Situation zu leisten. Und das absolut kostenfrei. Meine total revolutionäre Idee: Versucht es doch mal mit Ehrlichkeit und Bescheidenheit! Dieses Storyboard zeigt, wie es die UBS anstellen könnte, das zerstörte Vertrauen wenigstens ansatzweise wieder zu reparieren.

Kein «tiefer, zweistelliger Millionenbetrag»
Gedreht mit einer 5D und zwei FloLights in der Räumlichkeiten der UBS mit UBS-Mitarbeitern würde ein Sujet inkl. PostProduction wohl kaum mehr als dreitausend Franken kosten. Inklusive den Sendekosten bei SF würde eine Kampagne mit – sagen wir mal – zwölf Sujets wohl kaum so teuer wie die letzten Werbe-Lügen der UBS. Laut UBS-Sprecherin Tatiana Togni lagen die Kosten damals «im tiefen zweistelligen Millionenbereich».

Also los – die Idee ist geschenkt!

Hast Du eine bessere Idee oder bist Du anderer Meinung? Schreib’ einen Kommentar.

3 Comments
  1. Glaubst Du wirklich, diejenigen UBS-Angestellten, welche tatsächlich für diesen ganzen Mist der letzten Jahre und weitere undurchsichtige Geschäftsmethoden verantwortlich sind, würden sich tatsächlich ((bezogen auf Deine “Werbe-Idee”) auf diese Weise -und ernstgemeint!- entschuldigen? Niemals. Die wenigsten. Und wenn, dann wärs bei Einigen reine Heuchelei.

  2. Hej Christoph
    Ich sehe das eigentlich genau so pessimistisch wie Du. Es wird wohl leider keiner der grossen Fische jemals einen Fehler zugeben, weil dadurch schlagartig seine Karriere verdampfen würde und vielleicht sogar noch Entschädigungsforderungen auf ihn lauern könnten. Wiederum steht hier das eigene Interesse im Weg. (Dabei wären zB. Gärtner oder Förster auch wunderbare Berufsalternativen ;-)

    Ich bin aber überzeugt, dass man die Akzeptanz und das Vertrauen der Kunden schlagartig verbessern könnte, wenn jemand oder besser gleich alle Verantwortlichen den Mut hätten, diese Verantwortung einmal bis zur letzten Konsequenz zu übernehmen. Sich also nicht mit einem goldenen Fallschirm abseilen sondern für den gebauten Mist gradestehen, bis die Sache ausgestanden und die Scharte ausgewetzt ist.

    Jedesmal, wenn ich mir im Fernsehen diese unverschämten Werbespots der Bank anschauen musste, habe ich mir gewünscht sie würden einmal so aussehen wie ich es nun in meinem Storyboard vorgeschlagen habe. Wohlweislich, dass dies ein Wunsch bleiben wird ;-)

    Wenigstens haben die Verantwortlichen nun gemerkt, dass grossmundigen Werbe-Slogans zur Zeit nur noch zynisch wirken und haben die Werbung deshalb ausgesetzt. (http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/die_ubs-werbung_ruht_1.12576288.html)

  3. Hrmpf. Zu schade, dass sich der Knilch nun doch aus der Verantwortung stiehlt. Naja, war ja zu erwarten.

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